06.07.2014

Um halb acht am Sonntag aufstehen. Langsam wird es ja nervig. Außerdem hab ich vom Prospekte einsortieren schon wieder voll die Schmerzen im Arm... Naja weitergehen muss es ja trotzdem, also leinte ich meinen Hund an und ging mit ihr los. In der Ferne sah ich ein rotes Auto... Das könnte mein Sozialarbeiter gewesen sein. Ich ging weiter, die ganze Zeit nachdenklich... Irgendwann waren mein Hund und ich in der Nähe von einem Friedhof und da in der Nähe war ein Laden für Grabsteine. Davor stand ein alter Mann. Er guckte sich die verschiedenen Steine an. Das war ein so trauriges Bild. Ich finde das sollte man nicht machen. Also jetzt nicht sich einen Grabstein aussuchen, sondern so über den Tod nachdenken. Immerhin trifft es nicht nur die alten Leute. Vielleicht war der Mann 75 Jahre alt und stirbt erst mit 100 Jahren. Dann hat er sich 25 Jahre zu früh die schlimmen Gedanken gemacht und sich damit belastet. Ich denk mir noch nicht, dass der Tod so nah ist, weil ich noch nicht so alt bin, aber ich könnte auch morgen überfahren werden oder mir das Genick brechen. Ich hätte mir dann gar keine Gedanken über den Tod gemacht, weil ich nie damit gerechnet hätte. Man kann es nicht wissen wann man stirbt. Mein Opa damals hatte Krebs. Ihm wurde gesagt, dass er noch zwei Monate lebt. Und? Wie lange wars dann im Endeffekt? 6 Jahre. Damit haben uns die Ärzte alles kaputt gemacht. Wir haben uns die ganze Zeit Gedanken gemacht, die ganze Zeit an den Moment gedacht, in dem Opa seine Augen für immer schließen würde, wir hatten dauernd Angst um ihn. Auch Ärzte können nicht sagen, wann der Tod kommt. Und mit ihrer Diagnose haben sie uns die letzte Zeit mit Opa so richtig schön kaputt gemacht. Also. Man soll leben und sich beim Leben keine Gedanken über den Tod machen. Auch wenn er ein Teil vom Leben ist. Die Sonne scheinte mir ins Gesicht. Genau. Man soll versuchen glücklich zu sein wenn man es kann. Ich ging mit meinem Hund irgendwann wieder nach Hause und frühstückte. Dann holte mein Vater mich und meine Zeitungen ab. Beim Austragen ansich passierte nicht viel. Aber auf dem Rückweg. Ich schrieb mit meiner großen Liebe von damals, war total happy weil er einfach total süß war, da fuhr mein Sozialarbeiter an mir vorbei, hat mir gewinkt und mich richtig angestrahlt. Ja klar. Es ist in Ordnung, ich will nicht zurecht kommen, weißt du? Man fuck ey. Laune wieder offiziell im Arsch. Liebes Schicksal. Was hab ich dir getan udn warum hasst du mich so? Warum magst du mein Lächeln nicht? Komm wenigstens mal einen Tag lang, das kann doch nicht zu viel verlangt sein! Zu Hause schmiss ich mich auf mein Bett, dacht nur noch nach und machte sonst gar nichts mehr. Oder nahm mir das zumindest vor. Denn plötzlich stand meine Mutter in der Tür, die wollte, dass ich ihr helfe eine Online-Bewerbung zu schreiben. Das war alles total konfus und hat alles keinen Sinn ergeben, was mich echt unglücklich gemacht hat, denn Mama braucht einen Job, bei dem sie mehr Geld kriegt. Denn jetzt ist Papa ja nicht mehr da und bald muss er kein Trennungsunterhalt mehr zahlen und dann könnte Mama uns nicht mehr über Wasser halten. Was dann wäre... daran möchte ich nicht denken. Jedenfalls muss sie weg von ihrem alten Arbeitsplatz und zu einem neuen. Aber mit so einer Bewerbung wird das nichts. Aber sie bestand drauf, dass ich sie abschick, also tat ich das auch. Wo wir schon beim Thema Job sind. Hab ich ganz vergessen euch gestern zu erzählen. Ich hab Flyer gemacht und mich als Babysitterin beworben. Ja viele von euch werden jetzt bestimmt denken: "Wer gibt einem seelisch so kaputten Menschen seine Kinder?" Das war auch das erste Argument meiner Mutter. Obwohl die ja nicht mal weiß, wie schlimm es mir wirklich geht. Aber... vielleicht können die Kinder mich ja auch glücklich machen. Kinder sind meistens noch ziemlich oft gut gelaunt und betrachten das Leben so, wie ich es heute gerne noch tun würde. Vielleicht können sie mir ja was von ihrer Art abgeben und ich fühl mich dann besser... Wer weiß. Naja ich werds sehen ob mir überhaupt jemand sein Kind gibt. Zum Abschluss des Tages bin ich noch Baden gegangen, voll weggerutscht... Das tat schon ein bisschen weh. Naja bis morgen Leute!

8.7.14 18:34, kommentieren

05.07.2014

Heute gibt es nicht viel zu erzählen, denn ich habe heute einen neuen Rekord aufgestellt: Ich habe mein Bett heute nur vier Mal verlassen. Ein Mal zum Duschen & zum Frühstücken, ein Mal zum Mittag essen, ein Mal um mit meinem Hund zu gehen und ein Mal, um Abendbrot zu essen und Zähen zu putzen etc. Ja. Sowas habe ich noch nie geschafft. Und in meinem Bett passiert nicht so viel, außer dass ich genug Zeit zum Nachdenken habe, deswegen kann ich von heute so gut wie nichts erzählen. Obwohl... Gestern Abend hatte ich noch den totalen Streit mit meinem besten Freund. Er schrieb: "In einer Woche! :-)" Da wird der Todestag von dem Hund meiner Oma sein... Ich wurde sofort traurig... Mit ihm an meiner Seite wäre das alles nie so passiert... Es wäre jetzt alles besser, wenn er noch hier wäre... Ich: "Hä?" Er: "Stadtfest?" Ich: "Achso... ja." Er: "((mein)Name) ...?" Ich: "Da ist der Todestag von (Name)" Er: "Achso." Und genau deswegen musste ich zu meinem Sozialarbeiter, denn so sieht 'drüber reden' mit meinen Freunden aus! IMMER! Ich: "Ja. Der Anfang von allem." Und dann kams. "Ja... aber meinst du wirklich nicht, dass es gut wäre zum Psychologen zu gehen?" Ja klar. Damit mir die Scheiße nochmal passieren kann! Und wenn mich irgendjemand da hin gehen sieht, werd ich noch mehr gemobbt, dann haben sie alle doch nur das gesehen, was sie sehen wollten! Nein! Niemals! Außerdem brauch ich so einen Kerl nicht. Es ist schon deutlich besser geworden. Ich ritze mich nicht mehr und aus meinen durchgehenden Depressionen sind nur noch depressive Phasen geworden! Und mein Arzt hat gesagt, ich muss das nicht. Warum macht mein bester immer so eine Scheiße? Mein Zwilling würde sowas nie bringen! Ich meine, ich bin alleine zum Arzt gegangen damit, damals. Als ich 11 war. Da war ich schon so reif, dass ich das verstanden habe, dass was anders werden muss, also wird sich das mit 15 nicht geändert haben. Und im Gegensatz zu damals gehts mir jetzt verdammt gut. Im Vergleich. Das macht mich so sauer, ER macht mich so sauer! Geht gar nicht. Der kann mich mal kreuzweise, traut mir gar nichts zu oder was? Ich weiß, dass er mir nur helfen will, aber das ist kein Helfen, das ist Verletzen. Und sowas sind Freunde. Beste Freunde. Trust nobody. In diesem Sinne wünsch ich euch eine gute Nacht.

6.7.14 19:20, kommentieren

04.07.2014

Happy Independence Day. Wollt ich nur mal gesagt haben. Gestern Abend, kurz nachdem ich gebloggt habe und mich in dem Eintrag noch drüber aufgeregt habe, dass es diesen Jungen nicht gibt, der einen anschreibt, einen nicht ignoriert oder sonstwas, bekam ich eine Nachricht. Aber nicht von dem Jungen mit dem ich das Geschenk gemacht habe oder von dem Jungen, den ich so toll fand. Nein. Der der stockbesoffen war hat mich angeschrieben. Es kommt immer anders als man denkt... Perfektes Beispiel für den Spruch. Nach einem relativ kurzem Nachrichtenwechsel, sagte er dann, dass er jetzt trainieren gehen würde, woraufhin ich ihm klipp und klar sagte, dass er sich melden sollte, wenn er wieder Zeit und Lust hat zu schreiben. Dann hatte ich ihn auch wieder abgehakt, aber er meldete sich wirklich. Das wunderte mich. Ausgerechnet er... Naja mal gucken wie es so weiter geht. Dann bekam ich eine Nachricht von einer fremden Nummer. Ich fragte: "Wer bist du?" Dann sagte diese männliche Person seinen Namen. Ich überlegte ca eine halbe Minute, bis ich anfing zu lachen. Meine 'große Liebe' wars. Als ich 11 war, hab ich ihn auf SpickMich kennengelernt. Er War 18. Nun ist er 23 und ihm fiel mal ein mich anzuschreiben. War ganz nett, wenn auch komisch. Aber nun komm ich mal aus der Vergangenheit in die Gegenwart. Heute Morgen war wieder ein ganz normaler Morgen, was mich glücklich stimmte. Duschen, Frühstücken und dann von meiner allerbesten Freundin abgeholt. Alles so wie es sein sollte. In der ersten Stunde hatten wir Englisch. Vor unserem Englischraum standen schon unsere Klassenkameraden. Und vier Hongkong-Chinesen. Unsere Schule bietet ein Austauschprogramm mit einer Schule in Hongkong an, deswegen waren die hier. Drei Mädchen und ein Junge. Ist schon komisch, was die so erzählt haben. Hier in Deutschland ist es ja ganz normal sich zur Begrüßung die Hand zu geben, würden die im Normalfall nicht tun, sagten sie. Und wie begeistert sie davon waren, dass manche von uns mit dem Fahrrad zur Schule kamen, war auch... interessant. Naja gut, sie leben in einer Großstadt, fahren nur U- und S-Bahn. In Englisch durften wir den Hongkong-Chinesen dann Fragen stellen und haben ein Spiel gespielt. Danach hatten wir Mathe. Unser Lehrer kam rein: "Wer hat denn seine Hausaufgaben mal gemacht?" Keiner meldete sich. "Okay das dachte ich mir fast. Wer hat Bock auf Mathe?" Keiner meldete sich. "Gut. Was wollt ihr machen?" Geendet hat es dann damit, dass wir Tabu auf Englisch gespielt haben. Hat nicht ganz geklappt, weil unser Mathelehrer auch noch Biolehrer ist und wir nun Tiere wie "Wapiti" beschreiben sollten. Danach hatten wir eine Vertretungsstunde, bei unserer ehemaligen Deutschlehrerin, die uns nach Hause schickte. Dann bin ich eben nach Hause gefahren. Das wars im Großen und Ganzen mit dem Tag, ich bin noch ein Mal mit dem Hund gegangen und sonst lag ich nur auf dem Bett und hab nachgedacht über zwei Themen. Das erste Thema hat mich glücklich gemacht. Nämlich dass ich meine Chemielehrerin nicht mehr wiedersehen muss. Nun kann ich euch ja mal erzählen wer sie war und wie sie war. Anfang der 8. Klasse habe ich sie bekommen. Sie war meine Lieblingslehrerin. Alles lief super, Chemie war mein Lieblingsfach. Bis zu dem einen Tag. Es war irgendwann Ende der 8. Klasse. Sie meinte ganz auf einmal, völlig aus heiterem Himmel und total unbegründet, dass ich ihr irgendeinen Zettel geklaut hätte. Mitten im Unterricht. Wir hatten grad einen Versuch gemacht, sie zog mich sehr grob zur Seite. Ich sagte, dass ich nicht mal wüsste, was sie für einen Zettel meinte und fragte sie auch, was ich denn mit ihrem Zettel machen sollte. Da hat sie mich nur noch angeschrien, bis sie ihn irgendwann in ihrer eigenen Tasche gefunden hat. Ob sie sich entschuldigt hat? Nein. Dann hatten wir Sommerferien. Ich dachte mir: "Okay, das war nicht ihr Tag, nach den Ferien ist das vergessen." Nein. Da gings erst richtig los, bis es denn zum Ende dieses Schuljahres seinen Höhepunkt gefunden hat. Jedenfalls hat sie mich ab Anfang neunter Klasse konsequent kein einziges Mal mehr drangenommen, was meine mündliche Note verschlechterte. Sie verweigerte mir sämtliche Erklärungen, wenn ich etwas nicht verstanden hatte. Aber nie vor der ganzen Klasse. Nie wenn ich Zeugen für ihr Verhalten hätte kriegen können. Wenn ich vor der ganzen Klasse gefragt hat, hat sie so erklärt, dass sie sich sicher sein konnte, dass ich es nicht verstehe. Notenbesprechung erstes Halbjahr, neunte Klasse. Bei ihr immer einzeln in einem anderen Raum. Ich ging rein. Sie grinste fies. "Ja. Das ist dann jetzt wohl nur noch eine 4. Schade, sonst wars immer eine 2. Aber du brauchst es gar nicht mehr versuchen, einmal Raus, kommt man auch nicht wieder rein." Ich war vollkommen fassungslos. Was bitte hab ich ihr getan? Sie zog es durch, mich nicht mehr dranzunehmen, bis sie das gar nicht mehr musste, weil ich nicht mehr hinterherkam, nichts mehr verstand und mich von mir selbst aus nicht mehr meldete. Es war der Horror. Ich wollte nicht mehr zu Chemie, aber nie hat mir jemand geglaubt, wenn ich es jemandem erzählt hatte, alle hielten mich für paranoid, weil sie vor anderen Menschen immer scheiße nett war, die Frau ist gestört! Gegen Ende dieses Jahres wurde es am heftigsten. Notenbesprechung stand wieder an. Ich hatte echt ein bisschen Angst. Sie ist einfach verdammt schlau und grade das ist es, was sie so gefährlich macht. Sie schafft es mich als die Dumme hinzustellen. Egal vor wem. Sie ist wie diese Schlange vom Dschungelbuch, wisst ihr? Naja auf jeden Fall ging ich in den Raum. "Ja. Eine 4+. Bist besser geworden. Brauchst dir überhaupt keine Sorgen machen, den Test hast du ja entschuldigt nicht mitgeschrieben. Brauchst du auch nicht nachschreiben." Sie lächelte. Aber ich sah, dass es kein nettes Lächeln war. Aber was hätte ich tun sollen? Dann kamen irgendwann die zwei Highlights hintereinander. Ich bin Klassenbuchführerin. Ging zu ihr nach vorne, wollte es abholen. Sie tat so lange, als würde sie schreiben, bis alle weg waren. Dann fragte ich freundlich: "Kann ich das jetzt mitnehmen?" Sie stand auf, legte es in die hinterste Ecke des Raumes wortlos auf den Boden. Ich verarsch euch nicht, wirklich nicht. Ich ging hin, weil ich keinen neuen Streit wollte und wollte das Buch aufheben, da fuhr sie mich an: "Hey lass das, ich will da noch was reinschreiben, ich gebs dem nächsten Lehrer mit, den ihr habt." Der Lehrer hatte das Buch aber nicht. Also musste ich vom Erdgeschoss zurück in den dritten Stock rennen. Da lag das Buch dann vor der Tür. Ab dem Moment hielt ich sie für völlig behindert. Und konnte sie nicht mehr ernst nehmen. Profilwahl stand an und ich stand vor folgendem Problem: Ich wollte das eine Profil, wollte aber Physik abwählen. Das ging nicht, weil ich Chemie abwählen MUSSTE weil wir niemand anderes an der Schule hatten, der Chemie unterrichtet. Nun musste ich das andere Profil nur wegen ihr wählen, weil Chemie da gar nicht erst enthalten war und ich Physik dann trotzdem noch abwählen kann. Toll. Nun hab ich nur wegen ihr Erdkunde als Kernfach. Egal wen ich fragte, ob er mir helfen könne. Immer war sie nett zu mir, wenn jemand mit war. Und ich hatte keine Beweise. Bis der Knüller kam. Ich war in der Fahrschule. Als die Stunde beendet war, stand meine Mutter dort vor der Tür und verkündete mir, dass ich wegen Chemie sitzen bleiben würde, weil ich da eine 5 kriegen würde. Ich hielts für einen Scherz, denn ich konnte mich noch an ihre Worte erinnern: "Brauchst dir überhaupt keine Sorgen machen (...)" Klar. Das war also der neuste Trick. Ich habs nicht leicht mit Freunden und wollt nicht völlig grundlos in einen fremden Jahrgang. Also ging ich am nächsten Tag zu meiner Klassenlehrerin und erzählte ihr alles. Auch dass ich nur wegen der das andere Profil gewählt hätte. Sie konnte auch nichts machen, meine Chmielehrerin verweigerte sämtliche Gespräche und ich hatte keine Beweise. Aber meine Klassenlehrerin glaubte mir und ich darf auch mit meiner 5 in die Oberstufe, was normalerweise nicht so gehandhabt wird. Meine Chemielehrerin hätte das gleiche nochmal gemacht und dann wäre ich von der Schule geflogen! Was hab ich ihr getan, wieso hasste sie mich so? Aber meine letzte Stunde mit ihr ist rum, ich hab gewonnen. Es war der Horrortrip mit Ihnen, das können Sie mir glauben. Verstehen tu ich Sie immernoch nicht, aber anstatt als Lehrkraft zu arbeiten, sollten Sie sich lieber einweisen lassen. Aber Sie hatten einen Erfolg, ich war jedes Mal vor einer Chmeistunde völlig am Ende mit den Nerven, hatte Angst. Danke für die tolle Zeit, ich werde sie sicher nicht vergessen. Ich packte meine Tasche, verließ mit meinem süßesten Lächeln Ihren beschissenen Raum. Für immer. Meinetwegen bleiben Sie wie Sie sind, aber ich werde alle warnen, auch wenn mir keiner glaubt. Immer wenn ich Sie gesehen habe, feierte mein Frühstück sein Comeback und jedes Gespräch mit Ihnen war so zielführend, wie zwei Tage Kreisverkehr. Danke für den tollen Unterricht, ich hab nichts verstanden. So. Das wollte ich mal loswerden. Das zweite Thema war mein Sozialarbeiter... Was auch sonst. Ich werde ihn diese vier Wochen so vermissen. Und allgemein ging mir wieder jede Sorge aufs Herz. Ich schrieb mit meinem Zwilling drüber und wir einigten uns darauf, dass ich ihm die komplette Wahrheit sagen muss mit allen meinen Sorgen. Dazu ist er ja eigentlich auch da... Aber ich verfasse das in einem Brief. Kann ich besser und kommt auch besser und vor allem verständlicher, als wenn ich ihm was vorstotter und die Hälfte vergesse. Den Brief werde ich euch dann zeigen, wenn er feritg ist. Das Reden mit meinem Zwilling tat echt gut. Mein Herz ist jetzt total leer. Und tut nicht mehr weh. Total tolle Sache. Danke dafür, Kleine <3 Ein bisschen angespannt bin ich allerdings. Warum? Könnt ihr euch noch dran erinnern als ich euch von meinem damals besten Freund erzählt hab, der sich totgesoffen hat? Wenn nicht, dann lest meinen Eintrag vom, 02.06.2014 ,ich möchte das jetzt nicht nochmal alles erklären. Jedenfalls schrieb mir mein zweitbester Freund eben, (der, in den ich so verliebt war, siehe Einträge vom Februar) dass er total besoffen ist. Und das weckt Erinnerungen. Denn er sagt mir auch nicht mehr, dass er mich lieb hat und der Altersunterschied ist genauso groß wie zwischen mir und meinem besten Freund damals. Und nun antwortet er nicht mehr, war auch nicht mehr on. Ich mach mir Sorgen, denn das ist echt ziemlich unheimlich... Aber machen kann ich mal wieder nichts und trotzdem macht es mich wahnsinnig. Eines der schlimmsten Gefühle, die es gibt. Die Hilflosigkeit... Bis morgen Leute.

4.7.14 22:13, kommentieren

03.07.2014

Heute Morgen war mal ein ganz normaler Morgen. Wegen nichts aufgeregt, ich hatte wie sonst auch zur ersten Stunde... Es war alles mal so wie es sonst auch immer war. Ich mag Routine viel lieber, als wenn ich mich irgendwie umstellen muss. Egal bei was. Also klar treff ich mich trotzdem gerne mit Freunden, aber ich meine eben alltägliche Dinge wie Schule oder so. Ich frühstückte mal wieder so richtig normal und ging duschen. Danach bin ich mit meiner allerbesten Freundin zur Schule gefahren. In der ersten Stunde hatten wir WiPo, da haben wir einen Film geguckt. "Blue Jeans" oder so... Das war erschreckend. Wie die 'billig'-Hosen hergestellt werden ist natürlich eine Katastrophe und ist auch in keinster Weise zu beschönigen, aber unter billig-Jeans verstanden sie Jeans, die 10 – 15 € kosten. Wie schon deutlich wird, finde ich die Umstände der Herstellung auch nicht in Ordnung, im Gegenteil. Aber für mich und meine Mutter sind 10€ schon viel Geld. Wir haben nicht das große Vermögen, dass wir uns Hosen aus irgendeinem Bio Laden holen können oder sonst was. Zumal es sowas in unserer kleinen Stadt nicht gibt und Mama und ich kein Auto haben. Das heißt selbst wenn wir gegen diese Herstellungsweise der Jeans sind, können wir aufgrund Geldmangel nichts dagegen tun. Das ist doch scheiße. Aber machen kann man da nun trotzdem nichts... Nach WiPo hatten wir Mathe. Da haben wir nicht viel gemacht. Irgendwie dauert es immer nicht lange, bis wir mit unserem Lehrer in irgendein Gespräch kommen und uns die ganze Stunde nur unterhalten, anstatt irgendwas zu lernen oder zu machen. Und dann kam die Pause. Da sollte ich meinem Sozialarbeiter sagen, wann ich und mein bester Freund denn Zeit hätten. Ich legte meine Hand auf die Türklinke, atmete ein Mal tief durch, drückte die Klinke runter und ging in sein Büro. Meine allerbeste Freundin war auch mit. Wir einigten uns darauf, dass mein Sozialarbeiter am ersten Feriendienstag um 16 Uhr zu mir kommen sollte. Dann fragte er meine allerbeste Freundin: "Hat sie dir schon erzählt, was sie gestern ganz toll gemacht hat?" Oh nein... Bitte nicht... Ich lachte. Er sagte zu mir: "Nein, das hast du echt toll gemacht. Danke nochmal." Ich guckte in seine blauen Augen. Mein Kopf sprach laut aus: "Hab ich doch gern gemacht." Und mein Herz schrie stumm und geknebelt: "Ich liebe dich so sehr, ich will dich nicht verlieren, ich will nicht, dass du mich nicht magst." Stark sein. Stark bleiben. Die Schreie meines Herzens unterdrücken. Ich ging. Nun würde ich ihn erstmal bis zu dem besagten Dienstag kaum noch sehen. Ich habe übrigens beschlossen bis einschließlich dem Dienstag, an dem er zu mir kommt, jeden Tag zu bloggen und dann nur noch ein Mal die Woche für den Rest der Ferien. Immer Sonntags. In den Ferien werde ich nicht viel zu erzählen haben... Da mache ich sowieso nie etwas. Und ich will euch ja nicht langweilen oder dadurch womöglich noch Leser verlieren. Als ich sein Büro verließ, klingelte es schon wieder. Wir hatten Musik. Da haben wir heute für unsere Lehrerin die Instrumente in der Aula sauber gemacht. Nach Musik hatten wir Informatik. Da hörten wir die restlichen Referate, die ja eigentlich gar nicht vorgetragen werden sollten und dann kam eine Aussage, die mich wie so oft an der Qualität unserer Lehrer, insbesondere der Qualität unseres Infromatiklehrers zweifeln lies. "Wir haben noch ein paar Minuten... Macht mal... Macht mal irgendwas... was sinnvolles am besten. Ich bin weg." Okay die allgemeine Aussage ist schon dreist, aber die 'paar' Minuten die wir noch hatten, waren noch 30 Minuten. Ich bin kein Streber, ich bestehe nicht auf meinen Unterricht, aber ich weiß auch, dass ich dieses Jahr noch in die 10. Klasse komme und in der 12. Klasse mein Abitur mache. Und wie soll ich das mit solchen Lehrern schaffen? Aber egal... Nach Info sollten wir eigentlich eine Vertretungsstunde beim Schulleiter haben, haben dafür aber Französich aus der sechsten Stunde vorgezogen, da die siebte ausgefallen ist. Wir haben in Französisch die Arbeit wiederbekommen. Eine Zwei. Ich freute mich wirklich sehr. Als es dann klingelte, sind meine allerbeste Freundin und ich zu der Kanzlei gefahren, in der ich mein Praktikum gemacht habe. Der ältere Anwalt war nicht da, der jüngere aber. Bei dem hab ich mich dann für die tolle Zeit bedankt. Und für beide hatte ich eine Packung 'Merci' mit. Der jüngere Anwalt sagte mir, dass er die Packung Merci dem älteren Anwalt überreichen würde. Ich bedankte mich nochamal und fuhr dann mit meiner allerbesten Freundin zu mir nach Hause. Wir machten den ganzen Nachmittag nicht besonders viel, sind mit dem Hund gegangen und sonst haben wir eigentlich nur geredet und Fernsehen geguckt. Ich ging mit meinem Handy auf Facebook und hab ein Zitat gelesen, das wirklich gut zu meinem Leben passt. "Es gibt schlechte Tage und es gibt legendär schlechte Tage." Joa so sieht es wohl aus. Ich fing an nachzudenken, wurde wieder traurig... Ich musste irgendwie mal mit meinem Sozialarbeiter über meine Sorgen reden... Was ja eigentlich auch Sinn und Zweck der Sache ist... Aber nun will ich erstmal auf das nächst Treffen warten. Und danach ist er erstmal vier Wochen im Urlaub. Das wird echt verdammt hart. Ich werde ihn so vermissen... Ich hab ja auch einfach keine Chance von ihm wegzukommen! Der eine tolle Junge von der Party antwortet mir seit Tagen nicht, der Junge, mit dem ich das Geschenk gemacht habe, antwortet mir auch nicht mehr obwohl ich mich nochmal dazu durchgerungen habe, ihn anzuschreiben. Ich schrieb später aus Langeweile den Jungen an, der auf der Feier so voll war. Wir schrieben eine Weile, dann musste er los. Ich schrieb ihm auf WhatsApp, nachdem er mir seine Handynummer gegeben hat, dass er mich anschreiben soll wenn er wieder Zeit hätte. Vielleicht gibt es den Jungen ja, der einen nicht vergisst, ignoriert, oder einen hinter ihm herrennen lässt. Ich bin gespannt. Nun werde ich bald schlafen gehen, heute hab ich es allerdings nicht so eilig, denn morgen hab ich nur drei Stunden. Bis morgen Leute, schlaft gut.

3.7.14 22:01, kommentieren

02.07.2014

Gestern Abend hab ich noch mit dem Jungen geschrieben, mit dem ich das Geschenk für meinen besten Freund gemacht habe. Das war ganz nett und als ich geschrieben habe, dass ich schlafen gehe hat er geschrieben: "Hab dich lieb :-*" Ja. Ist okay. Ich verstehe es aber trotzdem nicht, warum ich mich immer melden muss und das nicht mal der Kerl machen kann. Aber naja. Wir wollen uns irgendwann in den letzten zwei Wochen der Ferien mal treffen. Die ersten vier hat er keine Zeit. Viel beschäftigt... Heute Morgen hab ich dann gefrühstückt, oder das zumindest versucht. So richtig geklappt hat es aber nicht, denn ich war aufgeregt. Danach bin ich duschen gegangen. Die, die unter uns wohnen, hören zum Duschen immer Musik. Als ich vorm Spiegel stand hörten die ein Lied, dass mich an die ganze Aktion mit meiner Schwester erinnert, das habe ich zu der Zeit immer gehört um mich zu beruhigen wenns mir deswegen echt schlecht ging. Das lies mich wieder an meinen Sozialarbeiter denken. Ich bekam Bauchschmerzen vor Nervosität... Ich hatte so Angst vor ihm zu singen... Warum hab ich ihm das überhaupt versprochen? Ich verstand mich mal wieder selber nicht. Naja nun wars zu spät, nun muss ich es machen. Als ich im Bad fertig war, fuhr ich mit meiner allerbesten Freundin, zur zweiten Stunde, los in die Schule. Und wieder bezog ich meine Fensterbank... Heute musste er doch kommen. Ich guckte auf die Uhr. 08:20 Uhr. In 10 Minuten würde er jetzt normalerweise anfangen. Als ich von meiner Uhr hochguckte, sah ich sein Auto schon draußen langfahren. Ich überprüfte mein Aussehen und dann öffnete sich auch schon die Tür zum Flur, in dem ich mich befand. Ich setzte mein allerschönstes Lächeln auf und sagte: "Hey" "Hallo." Er ging an mir vorbei in sein Büro. Wirklich jetzt? Hallo? Ist jetzt ein einfaches "Wie geht es dir ?" im echten Leben auch schon zu viel? Na wenn das so ist. Ich ging zum Unterricht, obwohls noch gar nicht geklingelt hat, aber ich war sauer. Aber ich glaub, ich begann zu verstehen. Ich habe das Gefühl, dass er versucht mich von ihm abzugewöhnen. Denn an seiner Tür hängt ein Zettel und da steht unter anderem dran: "Wenn du Sorgen hast, die dich in der Schule schlechter werden lassen, kannst du zu mir kommen." Und letztes Mal fragte er mich, ob mich meine Probleme davon abhalten gut in der Schule zu sein. Worauf ich ein Nein erwiderte. Und seitdem ist er scheiße zu mir. Das wäre eine Erklärung, warum er mich einfach so scheiße behandelt. Oder ich hab ihm was getan. Oder er mag mich einfach nicht. Ach ich weiß es nicht, aber ich spreche ihn darauf auch nicht an, denn wenn ich das tu, dann heißt es sowieso nur, dass ich total sympathisch bin und er nichts gegen mich hat. Schade nur, dass man merkt, dass er jeden anderen Menschen lieber hat als mich. Gekränkt, traurig, verletzt und auch ein bisschen sauer, lies ich mich auf meinen Stuhl im Englischraum fallen. In Englisch haben wir die ganze Stunde nur in unserer Lektüre gelesen, unser Englischlehrer weiß nie, was er machen soll mit uns. Das ganze Schuljahr über haben wir eigentlich nichts gemacht. Aber das ist sehr typisch für unseren Lehrer. Nach Englisch hatten wir Pause und nach der Pause eine Vertretungsstunde bei einem Mathelehrer. Da haben wir ein bisschen Wahrscheinlichkeitsrechnung gemacht. Danach hatten wir WiPo bei meiner Lieblingslehrerin. Die hat uns erzählt, dass sie die Schule verlässt. War ja auch wieder klar. Eben weils meine Lieblingslehrerin war und ich ja keinen angenehmen Schultag haben darf. In der fünften Stunde hatten wir Chemie und ich freute mich glatt mal. Aber auch nur weil es die letzte Chemie Stunde in meinem Leben sein wird. Die war zwar wie jede andere: scheiße, aber den Raum zu verlassen und mir zu denken, dass ich diese Lehrerin oder was es auch immer ist, nie wieder sehen zu müssen, hat die ganze Woche, da sganze Schuljahr verschönert! Das war das beste an der Sache! Nach Chemie hatten wir Mathe bei unserem richtigen Mathelehrer und dann konnten wir nach Hause. Ich konnte mich sowieso die ganze Zeit kein bisschen konzentrieren. Ich war traurig und nervös zugleich. Fuhr in Gedanken nach Hause, aß Mittag und ging mit meinem Hund spazieren. Ich wollte endlich auf andere Gedanken kommen aber es ging einfach nicht. Ich krieg ihn nicht mehr aus dem Kopf, wollte nur noch nach Hause und Gitarre üben, weil ich wollte, dass es perfekt wird. Es fing an wie aus Strömen zu regnen. Das war ein guter Grund nach Hause zu gehen. Völlig durchnässt zog ich mich zu Hause um, nahm meine Gitarre von der Wand und übte, übte und übte. Es kam mir lediglich wie fünf Minuten vor, bis es an der Tür klingelte. Ich öffnete die Tür, hatte unglaubliche Angst. Zu aller erst fragte er mich, wie es denn nun mit meiner Mutter laufen würde. Dann fragte er mich, ob ich noch irgendwas hätte. Dann sagte ich was, was mich in letzter Zeit sehr beschäftigte... Am 11.07. ist in unserer Stadt ein Fest. Aber der 11.07. ist der Todestag von dem Hund meiner Oma. Ich fragte ihn was ich machen sollte, denn auf dem Fest spielt der Schlagzeuglehrer meines besten Freundes, mit dem ich auch einigermaßen gut 'befreundet' bin, mit seiner Band. Ich war so im Zwiespalt aber er sagte, dass ich endlich aufhören sollte mir die Schuld für seinen Tod zu geben. Das ist aber leichter gesagt als getan. Und dann sagte er auch noch, dass der Hund immer nur wollte, dass es mir gut geht und ich Spaß habe und das würde sich jetzt auch nicht geändert haben. Ich muss es mir nochmal überlegen, es ist nunmal das größte Thema meines Lebens. Das Thema ist der Grund für meine Depressionen. Aber ich werde drüber nachdenken. Er fragte mich, ob ich mich hassen würde, beziehungweise ob ich mich auch nur ein bisschen mögen würde. "Nein, ich mag mich nicht." "Warum? Sag mir mal deine schlechten Eigenschaften." "Stur, streitsüchtig, zickig, ungeduldig..." "Das können aber auch 1000 andere Leute auf dieser Welt sein, was macht dich schlechter als sie?" Darauf hatte ich keine Antworten. "Und was kannst du gut, oder was sind deine guten Eigenschaften?" "Ich kann gut schreiben." "Ja das stimmt." Das wusste er, weil ich ihm schon ein paar Mal Briefe geschrieben habe, über Sachen, die ich ihm nicht sagen konnte. "Und es ist schwerer was zu können, was nicht jeder kann, als mit Macken normal zu sein." Ich lächelte ihn an. Das hatte er schön gesagt. "So fang an." Grinste er. Ich erwiderte: "Ich hab vorher noch eine Frage. Die mich schon länger beschäftigt." "Stell sie, ich bin da sehr offen, egal was es ist." "Wo kommen deine Narben her?" "Teppichmesser, Rasierklinge..." "Okay." Mir wurde bewusst, dass ich doch nicht bereit war über das Thema zu reden. Ich kann das einfach nicht, nahm meine Gitarre, sagte ihm, dass ich Angst hatte. Aber dann fing ich an. Nach den ersten gesungenen Wörtern dachte ich mir: "Scheiße, was machst du da?" Aber dann zog ich es einfach durch. Meine Hände zitterten, aber ich schaffte es. Und der Sozialarbeiter hat mich gelobt, dass ich eine tolle Stimme hab. Er bedankte sich, dass ich mir für ihn diese Mühe gemacht habe und ich war einfach glücklich. Glücklich, mein so lang ersehntes Ziel endlich erreicht zu haben. Danach unterhielten wir uns noch ein wenig und dann wollte er gehen. Ich erzählte ihm, dass mein bester Freund ihn so gern mal kennenlernen würde, woraufhin er dann abmachte, dass das nächste Treffen zu dritt sein wird. Zur Verabschiedung umarmte er mich ganz fest. Es tut einfach jedes Mal soo unendlich gut, aber ich hab trotzdem das Gefühl, dass er mich von sich abgwöhnen will... Ich will das aber nicht... Und nun geht es mir schlecht. Nun mach ich mir die ganze Zeit Gedanken, ob das nicht alles einfach nur sinnlos ist und ob ich ihn noch brauche... Das tut weh, denn ich will ihn brauchen, weil er ein Freund geworden ist, eine der vier wichtigsten Personen in meinem Leben. Ich will nicht ohne ihn leben, aber von seiner Seite ist es nur sein Job, er empfindet keine Freundschaft oder sowas. Ihm würde es nichtmal auffallen, wenn ich weg wäre... Das ist jetzt wieder so ein Moment, wo mein Herz anfängt schwer zu schlagen... Und schmerzhaft... Bei dem Gedanken steigen mir auch sofort Tränen in die Augen. Ich werde jetzt erstmal schlafen gehen, falls ich das denn schaffe... Bis morgen Leute, schlaft gut.

2.7.14 22:48, kommentieren


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