10.07.2014

Na wie sehr ich mich doch auf Schule gefreut habe. Nicht. Aber naja besser als den ganzen Tag sinnlos rumliegen und gar nichts machen. Das macht einen auch nicht glücklich, auch wenn man das vielleicht denkt. Ich stand auf, aß Frühstück und ging duschen. Dann hab ich mich mit meiner allerbesten Freundin auf den Weg zur Schule gemacht. Aber so wirklich sinnvoll war der Schultag dann doch nicht. In der ersten Stunde hatten wir WiPo, da haben wir erstmal eine viertel Stunde drüber diskutiert, ob wir einen Film gucken. Als wir unsere Lehrerin dann endlich davon überzeugt hatten, mussten wir feststellen, dass ihr Laptop die DVD nicht abspielen wollte und bis wir dann alles irgendwie hinbekommen haben, war die Stunde schon wieder rum. Nach WiPo hatten wir Mathe, da war die gleiche Story noch ein Mal, nur dass wir nicht lange diskutiert haben, die erste viertel Stunde ging wieder drauf, dadurch, dass die DVD auch bei unserem Mathe Lehrer nicht ging. Dann sind wir aber in unseren Medienraum gegangen und da hat alles geklappt. Wir haben "Fack ju Goethe" geguckt. Danach hatten wir Musik. Unsere Musik Lehrerin ist glaube ich die älteste Lehrerin, die wir im Unterricht haben, aber sie ich technisch am besten ausgestattet. Bei ihr lief die DVD und wir konnten den Film bei ihr weitergucken. Es graute mir schon vor der nächsten Stunde. Informatik. Wir hörten noch ein Referat, das wenn es hoch kommt zwei Minuten gedauert hat und dann sollten wir wieder was 'sinnvolles' machen. Aber grade das war ja so sinnlos. Da die letzten drei Stunden ausfielen, bin ich schon nach der vierten Stunde mit meiner allerbesten Freundin nach Hause gefahren. Meine Mutter war nicht mehr da, sie war bis 21 Uhr bei der Arbeit. Bei ihrer neuen Arbeit. Sie hatte heute ihren ersten Arbeitstag. Jedenfalls hab ich es dann tatsächlich geschafft, eine Dose Ravioli für uns warm zu machen. Ich bin stolz auf mich, schlicht und ergreifend stolz auf mich. Ja viel gibt es dann von heute ehrlich gesagt nicht zu erzählen, denn außer dass wir mit meinem Hund spazieren waren, haben wir nicht weiter groß was gemacht außer rumgeliegen und geredet. Abends, als meine allerbeste Freundin dann weg war, lag ich überglücklich auf meinem Bett und schrieb mit meiner großen Liebe von damals. Ich war einfach so happy, er ist so lieb geworden, er hat sich so verändert. Zum Positiven! Ich konnte wirklich richtig glücklich sein, denn meinen Sozialarbeiter hab ich schon länger nicht mehr gesehen, ich hab ihm heute lediglich ein Mal den Brief unter der Tür seines Büros durchgeschoben. Und nein ich bin keine Bitch, ich hab mich nicht nach ein paar Tagen 'endliebt', aber das ist ja nunmal 'nur' das Syndrom und keine wirkliche Liebe. Ich lag auf meinem Bett, grinste und schrieb mit meiner großen Liebe von damals, ich war, glaube ich, in einer ganz anderen Welt. Und plötzlich... Eine Nachricht von dem Jungen, mit dem ich das Geschenk für den Geburtstag meines besten Freundes gemacht habe. Das konnte nun wirklich nicht wahr sein. Ich hatte ihm vor einer Woche geschrieben und er hatte einfach nicht geantwortet und jetzt, wo ich wegen einem anderen Jungen echt mal so richtig glücklich bin, muss er kommen. "Hey :-). Bin in den Ferien Trainer in (Ortsname (50 km entfernt)). Kannst ja mal vorbei kommen... muss immer bis 18 Uhr arbeiten, danach habe ich Zeit :-)" Ich war total fassungslos. Nochmal Botschaft ans Schicksal: So langsam ist es nicht mehr lustig. Lass mich in Ruhe.! Ich schrieb meinem kleinen Zwilling, was passiert war. Und dann sagte sie was wirklich sehr, sehr süßes und schönes, was mich dazu gebracht hatte, dem Jungen nicht mehr zu schreiben. Hätte ich nicht besser sagen können. "Lass dich nicht vom Schicksal runterziehen. Bestimme du dein Glück!" Mache ich, meine Kleine. In diesem Sinne, bis morgen, Leute!

13.7.14 23:34

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